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Heißer Herbst ante portas?

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Die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers und die große Finanzkrise jährten in diesem Herbst zum zehnten Mal, und bis Mitte vergangener Woche stürmen die Aktienindizes von Allzeithoch zu Allzeithoch – zumindest die amerikanischen. „Die weltweit extrem unterstützende Politik der Notenbanken scheint sich allerdings ihrem Ende entgegen zu neigen“, sagt Michael Blümke, Portfolio Manager bei dem Vermögensverwalter Ethenea.

„Zusätzlich sorgen die stärker werdenden populistischen Strömungen weltweit für Schlagzeilen“, so Blümke. Insgesamt wachse die Verunsicherung an den Märkten und konfrontiere Anleger mit den Fragen: Wurde aus den vergangenen Krisen nichts gelernt? Machen die Notenbanken einen Fehler? Wann steht die nächste Krise bevor?

„Das Umfeld ist in den vergangenen Monaten zweifellos komplizierter geworden“, sagt Blümke. „Dennoch beobachten wir einige Faktoren, die dafür sprechen, dass es trotz dieser alarmierenden Anzeichen weiterhin gute Gründe gibt, zu investieren.“ So wären beispielsweise die Wachstumsraten weiter solide und befänden sich teilweise sogar über dem Potenzialwachstum. „Die Inflation zieht dementsprechend an“, erklärt der Portfoliomanager. „Sie hat aber noch lange kein Niveau erreicht, das Grund zur Sorge geben würde.“ Außerdem, betont der Experte, sei der Bankensektor im Gegensatz zur letzten Krise erheblich besser und stabiler aufgestellt.

Insbesondere in den USA und in China sieht Blümke attraktive Chancen. „In den Vereinigten Staaten überzeugen uns vor allem die weiterhin unterstützenden Fiskal- und Infrastrukturmaßnahmen“, so Blümke. „Die US-amerikanische Wirtschaft boomt.“ Die chinesische Wirtschaft wiederum verfüge nach wie vor über großes Wachstumspotenzial, trotz der Handelsstreitigkeiten mit den USA. „Die chinesische Regierung hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie bereit ist, massiv in die Wirtschaft einzugreifen, falls nötig.“ Blümke geht daher davon aus, dass die Regierung im Fall der Fälle Maßnahmen ergreifen werde, die das Wachstum aufrechterhalten würden. „Entsprechend bietet auch der chinesische Markt interessante Anlageoptionen.“

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von factum
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